„Schreiborte“ – Ausstellung von Jürgen Matschie in Kamenz

Der Fotograf Jürgen Matschie hat für sein Projekt „Schreiborte“ die Arbeitsplätze zahlreicher Schriftsteller und Schriftstellerinnen fotografiert, die aus der Lausitz stammen oder noch immer in ihr leben. Am Dienstag (25. Juni) wird die vom Lessing-Museum Kamenz organisierte Ausstellung eröffnet. Unser Stammautor Michael Bittner wurde ebenfalls porträtiert. Er wird gemeinsam mit dem Kollegen Udo Tiffert zur Vernissage in Kamenz Texte lesen. Los geht es um 19 Uhr im Malzhaus. Der Eintritt ist frei.

Die Ausstellung ist danach noch bis zum 29. September zu sehen.

Zitat des Monats Juni

Den Kneipen verdanke ich, daß ich nie allein war. Das Leben verdiente seinen Namen nur, wenn es geteilt und erhöht wurde durch das kollektive rituelle Gelage. Wenn ich kein Säufer geworden bin, dann unter anderem deshalb, weil mir das einsame Trinken wie ein schlechter Ersatz für das gemeinsame Besäufnis erscheint. Meine Vorstellung vom Paradies ist eine heidnische: Ich sitze auf Walhalla mit meinen Freunden und Kupferstechern zusammen, wir spielen Karten, palavern und trinken in trauter Runde; und in besonders glücklichen Momenten singen wir.

Bernd Wagner: Die Sintflut in Sachsen

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Der Schriftsteller Bernd Wagner, geboren in Wurzen, zuhause in Berlin-Kreuzberg, ist Dresdner Stadtscheiber 2019. Am 27. Juni um 19:30 Uhr findet seine Antrittslesung in der Zentralbibliothek im Kulturpalast statt. Michael Bittner wird die Lesung moderieren. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten (Tel. 8648103, E-Mail: e.ziegler@bibo-dresden.de).

Donnerstag, 13. Juni: Lesebühne Sax Royal mit Gastautorin Alina Sprenger

Wie immer am zweiten Donnerstag des Monats präsentiert unsere Lesebühne Sax Royal am 13. Juni eine neue Show in der Scheune. Und wie immer ist für jeden etwas dabei: Die Freunde des feinen Humors kommen ebenso auf ihre Kosten wie die Fans feuriger Satire und die Liebhaber des gereimten Wortes. Nur Langeweile haben die vier Stammautoren nicht im Angebot: Max Rademann, der dichtende, singende und zeichnende Universalkünstler aus dem Erzgebirge, Roman Israel, der Erforscher der komischen Abgründe des Daseins, Stefan Seyfarth, der Poet, der Rap und sächsische Dichterschule zu verschmelzen weiß, und Michael Bittner, der streitlustige Weltkritiker. Wie immer haben sich die Royalisten aber auch noch einen Gast eingeladen, diesmal: Alina Sprenger.

Alina Sprenger wohnt nicht nur in Berlin, sondern ist sogar dort geboren – eine echte Seltenheit! Nach ihrem Abitur hat sie eine Ausbildung zur Krankenpflegerin begonnen. Gleichzeitig stellt sie sich mit ihren Texten auf Bühnen in Berlin und anderswo. Abgesehen davon mag sie gutes Essen und den Buchstaben ß.

Sax Royal – die Dresdner Lesebühne | 13. Juni | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune (Alaunstraße 36-40) | Tickets im Vorverkauf: 5 Euro zzgl. Gebühr, Abendkasse: 5/7 Euro

Zitat des Monats Mai

Berlin ist laut und dumm und stinkt
Ist es ein Wunder, wenn man trinkt?

Wiglaf Droste

Zum Tod von Wiglaf Droste

Es ist schon einige Jahre her, da suchten wir nach einer unserer Shows wie damals üblich das Lokal „Hebeda’s Familieneinkehr“ auf. An einem der Tische saß Wiglaf Droste, der am selben Abend eine Lesung in Dresden bestritten hatte. Wir kamen rasch mit ihm ins Gespräch, das Bier floss in Strömen. Droste, der um 1990 mit der „Höhnenden Wochenschau“ und dem „Benno Ohnesorg Theater“ zwei der ersten Lesebühnen mitbegründet hatte, gab uns für Sax Royal einige gute Ratschläge. Zur Krönung des Abends stieg er irgendwann auf den Kneipentisch, setzte sich seinen Hut auf und rezitierte laut das Gedicht Venus und Stalin von Peter Hacks. Wir werden den Abend nicht vergessen. Und Drostes großartige Texte bleiben ohnehin für immer lebendig.

Ein paar schöne Worte zum Tod von Wiglaf Droste hat im Schweizer Rundfunk Dr. Jürgen Roth gesprochen, der am 22. August als Gastautor mit uns beim Sommergastspiel „Das ist Natur, Kunde!“ unserer Lesebühne Sax Royal im Deutschen Hygiene-Museum lesen wird:

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Donnerstag, 9. Mai: Lesebühne Sax Royal in der Scheune mit Gastautor Cornelius Pollmer

Wie immer am zweiten Donnerstag des Monats präsentiert unsere Dresdner Lesebühne Sax Royal am 9. Mai in der Scheune eine brandneue Show. Der Frühling wird die Stammautoren Michael Bittner, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth beflügeln und sie zu gefühlvollen Versen, munteren Geschichten und beschwingten Lieder inspirieren. Wie immer dürfen sich die Fans der Lesebühne aber auch noch auf einen besonderen Gastautor freuen. Diesmal ist es Cornelius Pollmer.

Cornelius Pollmer (Foto: Stephan Floss) ist Journalist, Autor und Moderator. Er schreibt für die Süddeutsche Zeitung, vor allem über den Osten Deutschlands und über Medien. 2018 erschien der Band „Randland“ mit vielen Texten aus den neuen Bundesländern. 2019 folgt das Buch „Heut ist irgendwie ein komischer Tag“, eine Reportage über einen Sommer in Brandenburg. Pollmer moderiert unter dem Titel „Samt & Sonders“ eine experimentelle Gesprächsreihe am Dresdner Staatsschauspiel und lebt diese Stadt auch sonst bis zum Äußersten, nicht zuletzt als ordentliches Mitglied der Sportgemeinschaft Dynamo Dresden.

Sax Royal – die Dresdner Lesebühne | 9. Mai | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune (Alaunstraße 36-40) | Tickets im Vorverkauf: 5 Euro zzgl. Gebühr, Abendkasse: 5/7 Euro

Zitat des Monats April

Men and their work are much more closely interrelated to-day all over our planet than they were ever before. It has been rightly observed that in our present age we are witnessing a Voelkerwanderung, a migration such as never was seen before. […] All racial distinctions, all strict local separation between various linguistic, cultural and racial units are becoming more and more obsolete, and this at a very rapid pace. The time may not be very distant when the more marked distinctive features dividing mankind into racial and national groups will have been more or less obliterated, and one general human ‘mongrel’ type will have evolved in their stead.

Franz Borkenau: Socialism National or International (1942)

Donnerstag, 11. April: Lesebühne Sax Royal in der Scheune mit Gaststar Jens Rosemann

Der Scherzmonat April bietet beste Voraussetzungen für die heiteren Geschichten, lustigen Lieder und fragwürdigen Späße unserer Dresdner Lesebühne Sax Royal. Die Stammautoren Michael Bittner, Roman Israel, Max Rademann und Stefan Seyfarth präsentieren am Donnerstag, den 11. April, in der Scheune die neuesten Früchte ihres künstlerischen Schaffens. Ein Abend für Leute, die nicht ihr Gehirn abschalten müssen, um sich amüsieren zu können! Mit dabei ist wie immer auch ein Gast aus der Ferne, diesmal Jens Rosemann.

Jens Rosemann stammt aus Schwarzenberg im Erzgebirge. Nach Jahren in Dresden lebt er inzwischen in Leipzig, wo er als freischaffender Illustrator und Filmemacher arbeitet. Er betreut die Animationsabteilung des Labels Kumpels & Friends. Gemeinsam mit Max Rademann ist er Schöpfer des legendären Animationsfilme um das Erzgebirgs-Duo Peschi & Poschi. Als Gast der Lesebühne Sax Royal präsentiert er einige filmische, musikalische und literarische Perlen seines Werkes.

Sax Royal – die Dresdner Lesebühne | 11. April | Donnerstag | 20 Uhr | Scheune (Alaunstraße 36-40) | Tickets im Vorverkauf: 5 Euro zzgl. Gebühr, Abendkasse: 5/7 Euro

Neues Buch von Roman Israel: Berlin – My bearded beast

Es ist vollbracht. Roman Israel und seine Schwester, die Illustratorin Inga Israel, haben wieder einmal ein neues Buch fertiggestellt. Diesmal ausschließlich mit bissigen Texten und Illustrationen über Berlin.

Es geht natürlich um sehr gewichtige Dinge: Vegane Tütensuppenpartys auf der Spree. Hippe Flüssigwürze-Startups aus Neukölln. Wie sich Lecks in der städtischen Gasleitung ganz einfach und unkompliziert mit Kaugummi, Klebeband und dem kleinen Finger abdichten lassen. Warum die Hauptstädter Flüchtlinge aus Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg zunehmend skeptisch sehen. Wie ein Dönerladen mit freiem WLAN-Zugang das Auslaufmodell Coworking-Space retten könnte. Wie der Traumberuf Bartstylist Kreativen neuerdings als Karrieresprungbrett (da Arbeit am lebendigen Kunstwerk!) dient. Wie der Trend Stille Örtchen ohne Klodeckel per Dekret mit festen Schließzeiten zu versehen, sich sukzessive in die Herzen der Großstädter spielt. Und und und … Lest rein. Gibt’s am Büchertisch und im Onlineshop (Link unten)!

6 Geschichten von Roman Israel & 6 Illustrationen von Inga Israel
36 Seiten
Berlin 2019

Hier erhältlich:
https://ingaisrael.de/shop/berlin-my-bearded-beast/

Zitat des Monats März

Daß so viele Menschen selbst die geringfügigen Gedanken, die sie haben, nicht ausdrücken können!

Eckhard Henscheid, Die Vollidioten

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